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Zu Gast im „Schaufenster für die Baubranche“ – der Kiesel-Kosmos

Die Kiesel-Gruppe zählt mehr als 1.100 Mitarbeiter und diverse Unternehmen, darunter das Coreum in Stockstadt am Rhein.
Betritt man das 120.000 Quadratmeter große Areal, schießen einem diverse Superlative in den Kopf. Mehr als 50 Partnerunternehmen präsentieren hier über 100 Maschinen sowie 300 Anbaugeräte. Geschäftsführender Gesellschafter der Familienholding und einer der Köpfe hinter dem Konzept ist Toni Kiesel. Er hat uns einen exklusiven Einblick in den Kiesel-Kosmos gewährt.
Ende 2018 wurde das Coreum feierlich eröffnet und zählt seitdem jährlich rund 20.000 Besucher. Was diese erwartet: „Wir wollten eine Messe außerhalb der Messe kreieren. Dabei bilden wir den kompletten Prozess ab und erfüllen drei Funktionen:
Wir sind Zentrum für Bau- und Umschlagsmaschinen, Forum für Technologie und Innovation sowie Anlaufstelle für Aus- und Weiterbildung. Dabei schaffen wir die Plattform für Hersteller aller Marken. Auch die Firma Kiesel fungiert hier als einer von über 50 Partnern. Das Coreum steht allen offen.“
Auch die Bauunternehmung Albert Weil AG war am Bauprozess beteiligt und wurde mit den Arbeiten für die Außenanlage beauftragt.
Der zuständige Bauleiter war damals Moritz Gruber. „Wenn es Fragen zu klären gab, erfolgte dies stets auf einer partnerschaftlichen Ebene. Die Zusammenarbeit war und ist sehr kooperativ.“
Bis heute konnten sich einige Mitarbeiter persönlich im Rahmen von Schulungen von dem Ergebnis überzeugen. „Jeder verantwortliche Unternehmer sollte seine Mitarbeiter einmal jährlich ins Coreum zu einer Schulung schicken. Denn die Aus- und Weiterbildung ist aus unserer Sicht von größter Bedeutung.“ Ein Ansatz, den die Bauunternehmung teilt.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist die Firmenphilosophie der beiden Unternehmen.
Wie die Bauunternehmung ist auch Kiesel ein Familienunternehmen. „Die zweite und dritte Generation arbeiten aktiv in der Geschäftsführung. Die vierte wächst heran.“ Kathrin Kiesel, die 2010 in das Unternehmen eingestiegen ist, ergänzt: „Im Grunde bin ich hier aufgewachsen. Der Werkstattgeruch ist für mich Heimatgeruch. Nach dem Studium habe ich ein Traineeprogramm absolviert und alle Stationen vom Ersatzteillager bis zum Außendienst durchlaufen. Diese Zeit war sehr lehrreich. Man merkt, was die Menschen beschäftigt.“ Hauptverantwortlich ist sie für die Kiesel Akademie und das Coreum. Die Kiesel GmbH hat aber nicht nur gute, sondern auch schlechte Zeiten durchlebt und wurde im Jahr 2020 von einem Cyberangriff überrascht. „Wir mussten sechs Wochen lang mit Bleistift und Papier arbeiten. Das war ein harter Schlag in einem ohnehin schwierigen Jahr und für ein Handelshaus unserer Größe eine schwierige Lage, die wir jedoch dank des Teamspirits und unserer soliden Unternehmensstruktur gemeistert haben“, betont der Geschäftsführer.
Gemeinsam nach vorne zu blicken und an Lösungen zu arbeiten, ist für die Kiesel GmbH auch ein Ansatz, den sie mit ihren Geschäftspartnern teilt. „Wir sind auf der Suche nach Systempartnern. Unser Ziel ist es, eine Prozesswelt zu kreieren. Dabei möchten wir Vorreiter sein. Zu diesen Prozessen gehören alle – vom Werkstattmitarbeiter, über den Maschinisten, den Polier, bis hin zum Vorstand. Wir wollen alle an einen Tisch holen und Innovationen schaffen – auch die Bauunternehmung Albert Weil AG.“
Recycling, Zero Emission, CO2-Neutralität oder auch wasserstoffbetriebene Antriebe sind nur ein paar Schlagworte, die die Zukunftsthemen der Kiesel GmbH abbilden.
Zukunftsthemen, die Toni Kiesel auch für die Albert Weil AG täglich vorantreibt. Sein unternehmerisches Ziel: „Wir wollen einzigartig in der Bau- und Recyclingwelt sein. Der Kunde steht dabei stets im Fokus. Und gemeinsam können wir noch vieles erreichen – da bin ich mir sicher.“